Reisepolicen: Wo Fallen wegen Corona lauern

ReiserücktrittversicherungReiserücktritts- oder Reiseabbruchversicherungen können besonders wertvoll sein bei Auslandsreisen in Corona-Zeiten. Doch nicht immer leistet der Versicherer wie erhofft. Welche Fallen wegen Corona lauern, lesen Sie hier:

Die Liste des Auswärtigen Amtes für Länder mit Reisewarnungen ist lang, Lockdown und Notbremsen vermiesen den Deutschen das Reisen ins Ausland. Experten rechnen mit Auslandsurlaub für jedermann frühestens zum Ende des Sommers, sofern nicht neue Pannen bei der Impfstofflieferung auftreten.Reisende sollten nicht nur über den Infektionsschutz und mögliche Reisebeschränkungen nachdenken, sondern auch beim Versicherungsschutz aufpassen. Neben der finanziellen Absicherung bei Reiserücktritt oder -abbruch steht traditionell der unverzichtbare Krankenzusatzschutz bei Auslandsreisen im Fokus. Die Versicherungen müssen aktuell vor allem auch Corona-tauglich sein.

Die Auslandsreise-Krankenversicherung stellt sicher, dass man die bestmögliche medizinische Versorgung bekommt und notfalls per Krankentransport zurück nach Deutschland gebracht wird. Bei Reisewarnungen sollte das Kleingedruckte unbedingt geprüft werden, ist vom PKV-Verband zu hören. Mögliche Leistungseinschränkungen sollten unbedingt vorher geklärt werden.

Corona kann Policen-Laufzeit sprengen
Die Policen begrenzen den Schutz oft auf sechs oder acht Wochen. Abgedeckt ist bei sehr guten Einzel-Tarifen eine Reisedauer zwischen 42 Tagen (Concordia) und 70 Tagen (Debeka; Münchener Verein), fand die Stiftung Warentest 2019 heraus. Wer länger im Ausland bleiben muss, verliert dann meist seinen Schutz.

Das gilt jedoch nicht bei einer Corona-Erkrankung. Verlängert sich der Auslandsaufenthalt durch Krankheit, bleibt der Auslandskrankenschutz unbefristet über die acht Wochen bestehen, bis Rücktransport oder Rückreise möglich sind - auch bei Corona und anderen schweren Erkrankungen oder Unfallverletzungen. Solch unbefristete Verlängerungsklauseln bieten nicht alle Gesellschaften. Einige Anbieter geben bei Erkrankung im Ausland nur wenige Tage oder Wochen drauf. Die Behandlung einer Corona-Infektion kann bekanntlich Monate dauern.

Krankenschutz bei längeren Reisen
Für länger geplante Auslandsreisen ist eine andere Krankenpolice nötig. Die Stiftung Warentest hatte in der Mai-Ausgabe 2020 von Finanztest Tarife für Reisen bis 90 Tage sowie bis 365 Tage geprüft. In das Testurteil gingen die AVB zu 25 Prozent ein, die medizinischen Leistungen zu 35 Prozent, die Regelung zu Krankenrücktransport, Überführung und Bestattung zu 25 Prozent, Verständlichkeit zu 10 Prozent und die Leistung bei Krieg, Pandemie und Kernenergie zu 5 Prozent.

Sehr guten Schutz für Einzelpersonen mit weltweit gültigem Vertrag für Reisen bis zu 90 Tagen boten insgesamt 12 Tarife. Am besten schnitt Hanse-Merkur mit dem Tarif „RKV mit USA/Kanada“ (Note 0,6) ab, gefolgt von Concordia mit „AKE/AKF + RT mit USA“ (Note 0,8) und Travelsecure/Würzburger mit „AKV 365 mit USA/Kanada“ (Note 1,0).

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Stefan Aures - Versicherungskaufmann

Stefan Aures
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